Augenchrirug Dr. Bernhard Steger

von Augenchirurg Prof. Dr. Bernhard Steger (Brixen, Südtirol)

Die Netzhaut ist das empfindliche Gewebe im hinteren Augenabschnitt, das für das Sehen entscheidend ist. Erkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), diabetische Netzhauterkrankungen oder Durchblutungsstörungen der Netzhaut können das Sehvermögen stark beeinträchtigen. Als erfahrener Augenchirurg biete ich Ihnen innovative und schonende Behandlungsmethoden, um Ihre Sehkraft bestmöglich zu erhalten oder zu verbessern.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die AMD ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Eine frühe Diagnose ist entscheidend, um den Verlauf zu verlangsamen und das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten. In meiner Ordination in Brixen, Südtirol setze ich auf modernste Diagnostik: Neben der Spiegelung des Augenhintergrundes (Funduskopie) ermöglichen hochauflösende OCT-Untersuchungen (optische Kohärenztomografie) die Früherkennung der AMD.  Damit können feinste Veränderungen der Makula wie Flüssigkeitsansammlungen, Pigmentverschiebungen oder erste Gefäßneubildungen – frühzeitig festgestellt werden. So stellen wir sicher, dass eine trockene oder feuchte AMD präzise unterschieden und gegebenenfalls sofort behandelt werden kann. Durch gezielte operative Eingriffe und regelmäßige intravitreale operative Medikamentengaben (IVOM) mit Anti-VEGF-Wirkstoffen kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt oder gestoppt werden. Diese Wirkstoffe hemmen krankhafte Gefäßneubildungen in der Netzhaut und reduzieren Schwellungen, um Ihr Sehvermögen zu stabilisieren.

Diabetische Netzhauterkrankung

Diabetes kann die kleinen Gefäße der Netzhaut schädigen und zu erheblichen Sehproblemen führen, allen voran dem diabetischen Makulaödem (DMÖ). Mittels IVOM-Behandlungen lassen sich diese Veränderungen gezielt therapieren, indem Medikamente direkt ins Auge eingebracht werden, um die Durchblutung zu verbessern und krankhafte Veränderungen zu minimieren. So tragen wir aktiv dazu bei, Ihre Sehkraft zu schützen.

Durchblutungsstörungen der Netzhaut

Durchblutungsstörungen im Auge sind ernstzunehmende Erkrankungen, die schnell behandelt werden müssen, um dauerhaften Sehverlust zu verhindern. Auch hier kommt die Anwendung neuester spezifischer gefäßaktiver Substanzen mittels IVOM zum Einsatz, um Wirkstoffe präzise an den betroffenen Bereich zu bringen und die Netzhaut bestmöglich zu versorgen.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in meiner Ordination in Brixen, Südtirol, um mögliche Netzhauterkrankungen festzustellen und behandeln zu lassen:

Häufig gestellte Fragen

Die Anti-VEGF-Therapie ist eine Behandlung mit Medikamenten, die das krankhafte Wachstum von Blutgefäßen in der Netzhaut stoppen. VEGF steht für „Vascular Endothelial Growth Factor“ – ein Botenstoff, der neue Gefäße bildet, die bei Makulaerkrankungen schädlich sein können.

  • Feuchte altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetisches Makulaödem (DMÖ)
  • Makulaödem bei Netzhautvenenverschluss
  • Myope CNV (neue Gefäße bei starker Kurzsichtigkeit)

Das Medikament (z. B. Aflibercept, Bevacizumab, Ranibizumab oder Faricimab) wird direkt in das Auge injiziert, um die Gefäßneubildung zu stoppen und Schwellungen in der Makula zu reduzieren.

Die Spritze ins Auge erfolgt unter lokaler Betäubung mit Tropfen – meist schmerzfrei. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird ambulant in steriler Umgebung durchgeführt.

Zu Beginn meist eine Aufbauphase mit 3 Injektionen in monatlichem Abstand. Danach richtet sich der Rhythmus nach dem Verlauf – z. B. im „Treat & Extend“-Modell mit allmählich verlängernden Intervallen (z. B. alle 6–12 Wochen).

  • Aflibercept (Eylea®)
  • Ranibizumab (Lucentis®)
  • Faricimab (Vabysmo®) – neueste Generation mit Dualwirkung

Die Therapie ist insgesamt sehr sicher. Selten kann es zu:

  • Rötung, Fremdkörpergefühl oder leichter Reizung
  • Infektion im Auge (Endophthalmitis, sehr selten)
  • Blutdruckanstieg oder Kreislaufbelastung bei bestimmten Vorerkrankungen kommen

Bei chronischen Erkrankungen wie AMD kann die Therapie über Jahre notwendig sein. Ziel ist es, die Injektionen im Verlauf zu reduzieren oder auszusetzen, wenn Stabilität erreicht ist.

In vielen Fällen ja – vor allem bei frühzeitiger Behandlung. Häufig kann die Verschlechterung gestoppt und das Sehen stabilisiert oder verbessert werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist das Ziel meist, das vorhandene Sehvermögen zu erhalten.

Derzeit ist die Anti-VEGF-Injektion der effektivste Weg, um feuchte Makulaerkrankungen zu behandeln. Tabletten oder Laser sind bei diesen Erkrankungen nicht wirksam.